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Markieren und Exzerpieren

Für Schülerinnen und Schüler ist das Ausmalen von Texten mit Markern zu einer Art Sport geworden. Das Ergebnis sind gelb, orange oder grün leuchtende Blätter mit Wörtern und Sätzen, die noch schwieriger zu lesen sind als zuvor. Diese Angewohnheit ist ebenso schrecklich wie die, jedes einzelne Wort eines Dozenten in Form von Aufzählungspunkten zu notieren. In der Aufregung, jeden Gedanken aufzuschreiben, vergisst der Student, die Gedanken und, was vielleicht noch wichtiger ist, die Persönlichkeit des Dozenten, den Kontext der Gedanken zu verstehen.

Sicherlich kann es nützlich sein, Bücher und Aufsätze zu exzerpieren. Aber lassen Sie sich in erster Linie vom Inhalt bereichern. Sie müssen nicht ganze Sätze hervorheben. Oft genügt es, einzelne Wörter oder Sätze mit Bleistift zu markieren, damit Sie sie später beim Durchblättern schnell wiederfinden. Oder machen Sie sich Notizen an den Rändern nach einem Schema, das Sie selbst festlegen. Sie könnten Ausrufezeichen für wichtige Gedanken verwenden, Fragezeichen für unklare Passagen usw. Schreiben Sie Stichwörter an den Rand. Aber bitte markieren Sie nicht die Hälfte des Textes, nur damit Sie das Gefühl haben, ihn gelesen zu haben.

Sie sollten ihn nicht nur lesen, sondern auch verstehen. Gerade bei umfangreicheren Arbeiten kann es natürlich sinnvoll sein, ein Karteikartensystem mit Zitaten und Verweisen, kleinen Zusammenfassungen anzulegen. Aber für die wichtige Literatur, die Quellen, sollte das weniger notwendig sein, weil man sie so gut kennt, dass man das Wichtigste im Kopf hat.

Siehe dazu Randnotizen und Marginalien!




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