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Warum ein Lerntypentest die Lernleistung nicht unbedingt langfristig verbessert

Zunächst einmal erhalten viele Lernende durch einen Lerntypentest neue Impulse für ihr Lernen, denn Lerntypentests werden in der Regel mit denjenigen durchgeführt, die beim Lernen nicht so gut abschneiden. Das sind aber gerade diejenigen, die sich nicht mit ihrem persönlichen Lernen beschäftigen, es nicht reflektieren und nicht über ein breites Repertoire an Lernstrategien verfügen. Wenn mit solchen Lernenden ein Lerntypentest durchgeführt wird, ist das Ergebnis nahezu irrelevant, denn entscheidend ist nicht der ermittelte Lerntyp, sondern die Impulse, die von einem solchen Test ausgehen. In der Regel wird die Lehrkraft den Test mit dem Lernenden reflektieren und entsprechende Empfehlungen für neue Lernstrategien und -methoden geben. Der Lernende verfügt nun über ein breiteres Repertoire an Lernstrategien, was kurzfristig zu besseren Lernergebnissen führen dürfte. Diese Verbesserungen sind jedoch nicht auf die neuen Lernstrategien und -methoden und auch nicht auf die Einteilung in Lerntypen zurückzuführen, sondern darauf, dass sich im bisherigen Lernprozess etwas geändert hat. Es ist aber auch möglich, dass ein Lerntypentest dazu führt, dass der Lernende nur noch Lernmethoden wählt, die seinem Lerntyp entsprechen, was die Auswahl an Lernmethoden wieder stark einschränkt.

Siehe dazu unseren HALB-Test.

 



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