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Schulische Misserfolge, wie sie durch Nachprüfungen oder Sitzenbleiben entstehen, stellen für Kinder und ihre Familien eine große emotionale Herausforderung dar. Um diese Situationen erfolgreich zu bewältigen, ist ein unterstützender und konstruktiver Umgang vonseiten der Eltern entscheidend.
Die Bedeutung emotionaler Unterstützung
Wenn ein Kind schlechte Noten nach Hause bringt, ist die erste Reaktion der Eltern von großer Bedeutung. Anstatt das Kind zu tadeln oder Vorwürfe zu machen, sollten sie eine Atmosphäre des Vertrauens schaffen. Es ist wichtig, dem Kind zu signalisieren, dass ein Misserfolg keine Schande ist und dass es in Ordnung ist, Fehler zu machen. Der Fokus sollte darauf liegen, die Gefühle des Kindes ernst zu nehmen und ihm Sicherheit zu vermitteln. Ein offenes Gespräch über Ängste und Enttäuschungen kann helfen, negative Selbstwahrnehmungen wie „Ich bin zu dumm“ oder „Ich werde das nie lernen“ zu vermeiden.
Strategien zur Bewältigung von Nachprüfungen
Die Vorbereitung auf eine Nachprüfung sollte strukturiert und stressfrei ablaufen. Zunächst ist es ratsam, dem Kind eine Erholungsphase zu gönnen, bevor mit dem Lernen begonnen wird. Gemeinsam können Eltern und Kind einen realistischen Lernplan für die Ferienzeit erstellen. Dieser Plan sollte eine Balance zwischen Lernen und Freizeit herstellen, um die Motivation zu erhalten.
Lerntechniken: Es kann hilfreich sein, neue Lernmethoden zu erproben, wie das Erstellen von Fehlerlisten, Vokabelkarteien oder Zusammenfassungen.
Externe Hilfe: Ein professioneller Nachhilfelehrer oder Kurse an der Volkshochschule können sehr effektiv sein. Externe Lehrkräfte haben oft einen objektiveren Blick und können den Lernstoff verständlicher vermitteln, ohne die emotionalen Dynamiken, die in der Familie eine Rolle spielen können.
Kommunikation mit der Schule: Die Kontaktaufnahme mit dem Fachlehrer oder der Fachlehrerin ist ebenfalls ratsam, um den genauen Prüfungsstoff und die Anforderungen zu klären. Dies zeigt Engagement und kann dem Kind Sicherheit geben.
Der Umgang mit Sitzenbleiben
Sitzenbleiben ist für Kinder ein tiefgreifender Einschnitt. Eltern sollten diese Situation nicht als Katastrophe betrachten, sondern als Chance für einen Neuanfang. Anstatt die Sommerferien mit Vorwürfen zu belasten, ist es besser, die Zukunft positiv zu gestalten.
Offene Kommunikation: Eltern sollten mit dem Kind über die Gründe für das Sitzenbleiben sprechen, ohne seine Interpretation des Problems zu verurteilen.
Professionelle Beratung: In schwierigen Fällen können Schulpsychologen oder andere Experten helfen, die Ursachen zu ergründen und passende Lösungswege zu finden.
Gemeinsame Planung: Es ist wichtig, gemeinsam mit dem Kind Strategien für das kommende Schuljahr zu entwickeln. Dies kann die Suche nach einem passenderen Lernumfeld oder das Erlernen besserer Arbeitstechniken umfassen.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine positive, unterstützende Haltung der Eltern die Grundlage für die erfolgreiche Bewältigung schulischer Rückschläge bildet. Fehler sollten als Lerngelegenheiten betrachtet werden, die das Kind in seiner Entwicklung stärken, anstatt es zu demotivieren.
Literatur
Stangl, W. (2025, 7. August). Nachprüfung, Wiederholungsprüfung, Sitzenbleiben – Was können Eltern tun? Aus den Tipps für Eltern!
https://eltern.lerntipp.at/Nachpruefung-Wiederholungspruefung.shtml.