Lernen

Lernen ist jener Prozess, der bei Menschen automatisch und immerwährend abläuft.

  • Forschung,  Lernen,  Sprachen lernen

    Was passiert eigentlich im Gehirn, wenn man liest?

    Lesen ist immer ein Denken mit fremdem Gehirn, denn indem man sich in andere Welten des Denkens hineinbegibt und hineinversetzt, erhöht man die eigene Komplexität des Denkens. Man findet nach Precht zwar keine Antworten auf die Fragen des Lebens, doch man schult sein eigenes Denken und möbliert damit sein Bewusstseinszimmer. In der ersten Klasse ist Lesen lernen zunächst eine Technik, d. h., man lernt, jedem geschriebenen Buchstaben einen Laut zuzuordnen, also A wie Apfel, B wie Banane und so weiter. Man kann davon ausgehen, dass man, wenn man 26 Buchstaben verinnerlicht hat plus einige Diphthonge, lesen kann. Dann fängt man an, sich Wörter zu er-lesen, d. h., sie zu dekodieren,…

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  • Lernen

    Lernen ohne Anstrengung – Sechs Regeln für erfolgreiches Lernen

    Wilfried Helms behauptet, dass wenige Minuten täglich pro Unterrichtsfach reichen, wenn man etwas Neues lernen will. Einzige Bedingung: Wer wirklich etwas lernen und behalten will, braucht einen Überraschungseffekt und ein Glücksgefühl. Unser Gehirn lernt nur, wenn es einen Grund hat. Der Effekt verstärkt sich, wenn man von anderen für seine Leistung gelobt wird. Man sollt sich an ungeliebte Lernstoffe langsam heranzutasten, etwa nur 15 Minuten konzentrieren. Helms gibt SchülerInnen sechs Tipps: In Häppchen lernen: Für neuen Stoff planst du am ersten Tag zweimal zehn Minuten ein und pausierst dazwischen zwei Minuten. Willst du weiterbüffeln, beschäftigst du dich eine halbe Stunde mit etwas, das dir leichtfällt und Spaß macht. Du wiederholst…

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  • Lernen

    Die Vigilanz

    Aufmerksamkeit ist ein Vorgang, bei dem bestimmte Objekte der Welt eine größere Bedeutung erhalten als andere. Besonderes Interesse seitens der Psychologen und Physiologen wird diesem Vorgang zuteil, da er einen leicht und zuverlässig zu messenden Begleitvorgang beinhaltet, die Bewegungen der Augen nämlich. Der allgemeine Aktivierungsgrad des Organismus, der als Aufmerksamkeit, Wachsamkeit oder Vigilanz bezeichnet wird, stellt eine aktive Komponente der visuellen Wahrnehmung dar. Diese hängt sowohl von äußeren Reizbedingungen, wie auch von Bedingungen des Allgemeinzustandes des Organismus, der Motivation etwa, ab. Als Aufmerksamkeit wird die Fähigkeit bezeichnet, sich innerhalb einer lebendigen Umgebung Dingen von Interesse zuwenden zu können. Der amerikanische Psychologe und Philosoph William James beschrieb das Phänomen treffend, als…

  • Lernen,  Populärwissenschaftliches

    Bücherwürmer bleiben blind

    Wenn Menschen Bücher lesen, kombiniert ihr Gehirn aus den bereits gemachten Erfahrungen mit der Zeit immer neue Erlebniswelten. Konkret bedeutet das, wenn sie einen Begriff lesen, aktiviert ihr Gehirn automatisch die mit den entsprechenden Erfahrungen verbundenen Gehirnregionen, sodass etwa beim Anblick einer Orange neben den visuellen Zentren gleichzeitig auch die für den Tastsinn, für Gerüche und für den Geschmack, je nachdem, welche Ereignisse in ihrer Lebensgeschichte Menschen damit verbinden, als sie eine Orange in den Händen gehalten, an ihr gerochen oder sie gegessen haben. Wer allerdings eine Orange nur aus Abbildungen oder aus einem Buch kennt, dessen Gehirn bleibt beim Lesen des Wortes Zitrone recht träge, denn es gehen alle…

  • Grundlagen des Lernens,  Lernen,  Populärwissenschaftliches

    Sechs Erkenntnisse zum Lernen

    Katrin Hille, die Forschungsleiterin des Transferzentrums für Neurowissenschaften und Lernen am Universitätsklinikum Ulm möchte mit Hilfe der Lehrer in den Schulen ,,Leuchttürme” errichten, die auf die ganze Bildungslandschaft ausstrahlen. Ihrer Meinung nach gelangten Forschungs-Erkenntnisse der Pädagogik, der Didaktik oder der Hirnforschung viel zu selten und zu spät in die Praxis, weshalb sie sechs Knackpunkte entwickelt hat, die nach ihren Erkenntnissen das Lernen bestimmen: Lernen ist ein aktiver Prozess, denn wer nur zuhört, lernt nicht viel. Menschen lernen am besten durch Tun. Außerdem lernen wir unbewusst, was manchem Lehrer nicht klar sei; wenn er die Liebe predige, lernten Kinder vielleicht zu predigen, aber nicht zu lieben. Gefühle können den Lernprozess stören,…